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Roswitha Winde

 

Porzellan - Ästhetik der Leichtigkeit

Ziel ihrer künstlerischen Tätigkeit in Keramik ist es immer, den Charakter der Arbeiten so leicht wie möglich zu halten. Um diesen Ausdruck der Leichtigkeit besonders zu verstärken, konzentriert sich Roswitha Winde bei der Wahl des Materials, der Formgestaltung und der Glasuren nur auf bestimmte Elemente, die nicht für sich allein, sondern nur in ihrem Zusammenwirken ihre vollste Ausdruckskraft erreichen.

Grundsätzlich sind die Formen ihrer Arbeiten sehr schlicht gehalten, wobei sie als Ausgangspunkt der Studien die Schalenform gewählt hat. Zentraler Blickpunkt ist die Innenfläche - so wie sie bereits während des Drehvorgangs den Blick vor allem in das Innere der Schale richtet. Während des Drehens - einer Technik, die sehr wichtig für ihren Formfindungsprozess geworden ist - entstehen eine Menge von "Zwischenformen". Um eine Schale zu drehen, geht Woswitha Winde von einem Zylinder aus, der dann entsprechend weit geöffnet wird. Diese Bewegung könnte man zu verschiedenen Zeitpunkten stoppen. Allerdings hat sie sich auf zwei Gruppen konzentriert: auf hohe, wenig geöffnete Formen und auf weiter geöffnete Formen, deren Grad der Öffnung sich etwa in der Mitte des Öffnungsprozesses vom Zylinder zur Schale befindet.

Bei der Auswahl der Glasuren hat sie sich auf kühle und helle Farbtöne konzentriert. Manche Glasuren fallen besonders durch ihre in sich wechselnde Färbung auf. Dort, wo sich mehr Glasur gesammelt hat, erscheinen verschiedene Blautöne. Vor allem auf den weißen Scherben von Porzellan können helle und transparente Glasuren ihre stärkste Leuchtkraft entfalten.

Material, Glasur und Form müssen eine Einheit bilden. In ihrer Wirkung sollten alle Elemente sich gegenseitig unterstützen. Nur bei einer harmonischen Einheit von Material, Glasur und Form kann man von der Ästhetik der Leichtigkeit sprechen.

Lebenslauf
1973   geboren in Burg (bei Magdeburg)
1991/92   1 Jahr an der Okemos High School, Michigan USA
1992 - 98   Magisterstudium der Amerikanistik (mit Kunstgeschichte und Buchwissenschaft im Nebenfach) an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz
1994/95   1 Jahr am Mississippi College, USA
(Gastsemester bei Prof. Steve Glaze, Keramik)
1996 - 2000   Studium der Freien Bildenden Kunst, Schwerpunkt Keramik bei Prof. Volker Ellwanger
1998   Magister Artium in Amerikanistik
1999   Förderstipendium der Johannes-Gutenberg Universität Mainz
2000   Diplom in Freier Bildender Kunst bei Prof. Volker Ellwanger
2000 - 2001   Volontariat bei der Arnoldschen Verlagsanstalt GmbH in Stuttgart (Kunstbuchverlag mit Schwerpunkt u.a. in Keramik)
2001   Stipendium als Stadttöpferin in Neumünster
seit 2002   Mitglied des Bundesverbandes Kunsthandwerk, Landesverband Schleswig-Holstein
     
     
Einzelausstellungen
2000   Johannes-Gutenberg Universität Mainz (Diplom)
seit 2001   Galerie im Fürsthof, Neumünster
     
Ausstellungsbeteiligungen
1998   “Keramik“, Brückenturm-Galerie der Stadt Mainz
1999   “Richard Bampi Preis“, Kulturhistorisches Museum Magdeburg
2002   FORM 2002, internationale Messe Frankfurt a.M. “Perron Kunstpreis“, Frankenthal (Pfalz), “Einblick - Ausblick – Durchblick“‚ Panker
2003   Triennale des norddeutschen Kunsthandwerks, FORM 2003, internationale Messe Frankfurt a.M., Kunsthandwerker aus S.-H., Landesvertretung Berlin, Jahresschau, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

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